Thomas Martin

“Wenn Ich groß bin werd ich Saxophonspieler………” Sagte Thomas Martin schon als Knirps: Und er hat seinen Traum verwirklicht mit der “LE Big Band”

“Staatlich geprüfter Privatmusikerzieher”: Thomas Martin lacht. Klingt doch gut, richtig seriös. Eine Zeitlang war er sogar total auf dem Vernunft-Trip. Zahnarzt wollte er werden, so etwa nach dem Motto: “Werd‘ Du bloß ebbes Rechts, Bub.” Aber als er dann vor der Entscheidung stand, war das Gefühl doch stärker. Martin studierte Musik. Gewissermassen zurück zu den eigenen Wurzeln. “Wenn ich groß bin werd ich Saxophonspieler”, soll der Tuttlinger schon als vier oder fünfjähriger Knirps gesagt haben. Der Jazz-Club im “Schützen” war sein Lieblingsort. Das war Ende der fünfziger Jahre. Swing, Modern und Dixie waren angesagt, wenn im Bierkeller gejazzt wurde. Begeistert war der Junge dabei nicht nur von den Jazzgrössen wie Albert Mangelsdorf, die er dort hörte: Er empfand das Ganze Drumherum als faszinierend. Es waren schon exotische Typen unter den Musikern, die die Familie Martin gelegentlich bei sich zuhause übernachten ließ. Der Bildhauer Roland Martin hatte sein Atelier damals gleich hinter dem Jazzclub. Die Mutter Inge – bildendende Künstlerin, der Vater bildender Künstler, die Freunde der Eltern ebenfalls Kunst und Kulturschaffende: ein Milieu das prägt.

Klassik und Jazz, das was die Musik, die im Hause Martin gehört wurde. Kein Wunder, daß die ersten Platten des Juniors jazzig klangen, nach Modern und Hard Bop. was Manfred Gabele, ein Freund des Vaters, aus seinem Saxophon herausholte, haute Thomas Martin schier um. Er selber versuchte sich erst mal auf der Gitarre.Das war bei den Pfadfindern, die sich im ehemaligen Jazzkeller trafen. Zwei Jahre später, mit acht, begann er das Klavierspiel. Mit 15 probte er mit der eigenen Jugend-Band im väterlichen Atelier. Der Weg begann sich abzuzeichnen. In die Fußstapfen des Vaters oder der Mutter zu treten, stand nie zur Diskussion. Anstatt – im zweiten Anlauf – das Abi zu packen, sagte Thomas der Schule lebewohl und bereitete sich auf die Aufnahmeprüfung an der Trossinger Musikhochschule vor. Es klappte – doch nicht, wie gewünscht, mit der Gitarre: Der Nachwuchsmusiker sollte Klarinette studieren, obwohl er sich erst seit einem halben Jahr auf diesem Instrument versuchte.
Musikalisch begann eine sehr abwechslungsreiche Zeit. Da war zum einen das klassische Musikstudium, da war zum anderen das Mitspielen in diversen Bands.

Von der Tanzmusik zum Jazz, von der Blues Band zur Big Band, der “LE Big Band”

Stuttgart. Hierher kam der frisch diplomierte Musikerzieher